Franz Georg Weckbecker

Gutsbesitzer, * Sevenich 02.07.1775, + Münstermaifeld 06.03.1862
 

Sein Sohn Peter schrieb in seinen Aufzeichnungen für seinen eigenen Sohn folgendes:
"Meines Vaters Vater, dein Urgroßvater, starb anfangs der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Nach damaliger Sitte ging das Leyensche Hofgut auf die Witwe über, und so wurde diese nun die Schummes-Waas zu Sevenich. Nach deren Tode, wenn er schon damals erfolgt wäre, würde der älteste Sohn, also der Onkel Jakob, Schumme geworden sein, und seinen Geschwistern blieb dann nichts anderes übrig, als fürder hin bei dem älteren Bruder Knechte- und Mägdedienste zu leisten. Diese Aussicht war für meinen Vater eine sehr traurige, denn er war seinem Bruder geistig weit überlegen, überdies trachtete er nach Selbständigkeit und wünschte, einen eigenen Hausstand zu begründen. Er hat mir oft erzählt, daß seine kühnsten Wünsche damals sich nicht weiter verstiegen hätten, als so viel Geld zu erwerben, als nötig wäre, um eine Kuh zu ernähren. Dann würde er schon reich genug gewesen sein, um sich eine Frau nehmen zu können, und um nicht in ewiger Abhängigkeit bleiben zu müssen von seinem Bruder. Unterdessen hatte die große Revolution in Frankreich die Realisation seiner Wünsche bereits näher gebracht."

Im Jahre 1794 kamen die ersten Sansculotten an den Rhein. Der Schrecken, welcher den französischen Republikanern vorausging, scheint groß gewesen zu sein, denn die Maifelder Bauern glaubten, geradezu in den Tod zu gehen, wenn sie mit ihrem abzuliefernden Heu, Stroh oder Getreide in die von französischer Garnison besetzten Ortschaften fahren mußten. Franz Georg übernahm diesen Dienst sehr gern, da die Nachbarbauern sich von ihrer Furcht noch nicht so bald erholen konnten, statt ihrer, deren Ablieferung zu besorgen. So verdiente er sich das erste Geld. Als nun, einige Jahre später, die Franzosen sich im Lande festgesetzt, die Güter der Adeligen, der Stifter usw., eingezogen hatten und nun anfingen, diese als Nationaleigentum zu veräußern, wurde es fürs Erste ihnen schwer, Käufer dafür zu finden. Die Güter wurden auf Termine verkauft, und der Ansteigerer hatte bei dem Zuschlag nur eine mäßige Anzahlung in bar zu entrichten. Durch das Geld, welches er sich durch seine für Andere geleisteten Naturallieferungen verdient hatte, wußte er sich so viel Kredit zu verschaffen, um über die bei einem Gutsankauf nötige Summe zu verfügen. Es gelang ihm auch, dieses Gütchen so fort wieder, und zwar mit einigem Gewinn, weiter zu veräußern. Nachdem er dieses mit einigem Erfolge einige Male wiederholt hatte, wurden die Summen, über welche er verfügen konnte, immer größer; und seine Kühnheit in diesen Unternehmungen wuchs in demselben Maße. Seine Gewinne wurden immer beträchtlicher, zumal als er nun auch seinerseits Kredite gewähren und die von ihm ansesteigerten Gütercomplexe parzellenweise wieder veräußern konnte. Bald hatte er es schon so weit gebracht, daß seine Mutter nicht mehr als Pächterin, sondern gemeinschaftlich mit ihm und ihren übrigen Kindern als Eigentümerin oder wenigstens als Miteigentümerin auf dem Sevenicher Hofe wohnte.

Cord (sen).v.  Hobe schrieb folgendes: Franz Georg Weckbecker zog später nach Münstermaifeld, wurde dort Ehrenbürger. Eine Tafel zeigt dies heute noch an. Man nannte ihn den Moselkönig oder König des Maifeldes. Er ist dort hochbetagt gestorben und muss wirklich nach damaligen Verhältnissen sehr reich gewesen sein, nicht nur an Kindern, sondern ihm gehörte auch eine ganze Anzahl von Gütern und Schlössern, so die Burgen Pyrmont und Burgbrohl. Als ihm die Steuern zu hoch wurden, liess er die Burg Pyrmont zur Hochzeit seiner Tochter Katinka mit dem französischen Grafen anzünden. Als Friedrich IV von Preussen bei ihm zu Besuch war und dies bei einer Rundfahrt erfuhr, sagte er: "Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nie bei diesem Barbaren abgestiegen." Im übrigen ist ein Zweig der Weckbecker mit Johann Peter Weckbecker 1802 nach Österreich gegangen, und von diesen Weckbecker stammt die Großmutter von Paul von Schiller ab. Ich habe diese Großmutter von Paul von Schiller noch gut gekannt. Sie war katholisch und kam in unsere Kirche.
 

1804 Burg Olbrück

www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1982/hjb1982.22.htm

1810 Burg Pyrmont

http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Pyrmont

Foto: Túrelio, CC-BY-SA 2.5, Wikimedia-Commons

1830 – 1833 Herrenhof „Zur Mühlen" in Adenau

www.kreis.aw-online.de/kvar/VT/hjb1980/hjb1980.26.htm

Zur Mühlen, Schloss , 53518 Adenau
Daten:
* erwähnt: 1377
* um 1422 (N)
* um 1659 (N)
* 1863 abgebrannt
* nach 1863 (W)

Erbauer: Peter von Rodesberg

Quelle(n):Stadt Adenau S.19f

1836 Schloss Burgbrohl

http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Burgbrohl

 

1844 – 1861 Burg Flamersheim

http://www.clausen-reitsma.de/pdfs/Burgen_um_Euskirchen.pdf

 

1861 Burg Ringsheim

http://www.opencaching.de/viewcache.php?wp=OC11A3