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Jeziorki (Jezorko, Jesyorko, Jezyorko, Jeziorko)

Ich freue mich Sie in Jeziorki willkommen zu heißen. Wir befinden uns ca. 10 km nördlich von Leszno, am Eingangstor zum Meierhof. Bevor Sie aber weiter gehen, schlage ich eine kurze Reise in die Vergangenheit vor...
1410 besiegten die verbündeten Kräfte des Königreichs Polen und des Großfürstentums Litauen die Kreuzritter bei Tannenberg. Die geschriebene Geschichte von Jeziorki beginnt 18 Jahre später, 1428, als der Dorfschulz von Kościan, ein gewisser Piecz, einen Streit mit Borek aus Jeziorki beginnt. So beginnt die Geschichte von Jeziorki, in der sich die Geschichte Polens widerspiegelt. Für einen längeren Zeitraum gehört der Ort Jeziorki zur Familie Borek, 1462 wird er von Mikołaj Borek Osiecki verwaltet.. In den nächsten Jahren wechseln sich die Besitzer mehrmals, z.B. 1502 übernimmt der Sohn Mikołajs Jeziorki und schon 1509 erwirbt Jeziorki Andrzej Górka. Bis zum 18. Jahrhundert wissen wir über die Geschichte von Jeziorki nur wenig.

 

Während dieser Zeit sollen Abenteurer aus dem ganzen Königreich nach Jeziorki gekommen sein, auch sollen Räuber aus dem Ausland dabei gewesen sein. Der Legende nach sollen sie nach Jeziorki von dem in einem der Seen verborgenen Schatz angelockt worden sein. Der Zugang zum Schatz soll aber von zwei Hunden geschützt worden sein. Er soll noch heute unberührt liegen, da keiner genug Mut hatte, nach ihm zu greifen, und heute weiß keiner den Weg mehr. Nur die Geschichten über den Schatz im See gehen von Mund zu Mund ....

Aus dem Jahre 1792 stammt der erste Eintrag in das Grundbuch, Friedrich Fengler hat Jeziorki von Anton Marschand gekauft. Seitdem ging alles blitzschnell... 1821 hat Theodor Opitz das Landgut erworben, um es 1842 an Johann Strock zu verkaufen. In den nächsten Jahren hält sich diese Tendenz. Jeziorki wird u.a. von Bernard Kaulish, Ernst Nikisch-Roseneck und Elizabeth Meyer verwaltet. Es kommt das Jahr 1875, das Landgut gerät in die Hände der Familie Hasche. Es beginnt das goldene Zeitalter für Jeziorki.

 

Jeziorki in den Händen der Familie Hasche und von Ondarza
Hans Hasche war ein Bauer aus Jeziorki und seine Frau Alicja Teresa stammte aus einer reichen, adligen Familie. Sowohl Hans als auch seine Nachfolger haben sich gut im Gedächtnis der Einwohner von Jeziorki und seiner Umgebung eingeprägt. Sie waren sehr fromm. Einmal, als Alicja von der Kirche in der Kutsche zurückkam, sind die Pferde durchgegangen. Frau Hasche ist wie durch ein Wunder dem Tod entgangen. Darauf hin hing Hans ein Martel an den Baum in der Nähe des Unfalls.Während der preußischen Besatzung verteidigte Hans Hasche die Polen, was seine Landsleute ihm aber verübelten. Er hielt nie geheim, dass er ein Befürworter der guten Beziehungen mit den Polen war.
Wahrscheinlich aus Sentiment gegenüber dem Land seiner Kindheit wurde der Gutshof, dessen Bau Hans Hasche stiftete, im Tiroler Stil gebaut. Es war den Schweizer Villen ähnlich. In Jeziorki herrschte eine sorglose Atmosphäre und Landidylle. Die Familie Hasche engagiert sich in Wohltätigkeit.

 

Sie baut ein Haus des heiligen Josef, wo sie 1900 Elisabethschwestern einlädt, damit sie die Kranken pflegen.
Unglücklicherweise stirbt Alicja Hasche 1911, ohne Hans ein Kind geboren zu haben. In den nächsten Jahren wird das ganze Land von einem Krieg heimgesucht. Tragische Ereignisse wurden auch Jeziorki nicht erspart. Während des Aufstandes in Großpolen, am 11. Januar 1919, sind die deutschen Truppen durch Jeziorki geflohen, die in der Schlacht mit den Aufständischen eine Niederlage erlitten...
Als sich die Situation ein bisschen beruhigte, nimmt Hans, um den Rest seines Lebens nicht einsam zu verbringen, den Sohn der Schwester seiner verstorbenen Frau, den 1906 geborenen Hans von Ondarza, an Sohnes Statt an. Er bringt ihn ca. 1921 nach Jeziorki und verschreibt ihm zwei Jahre vor seinem Tod sein ganzes Vermögen. Hans Hasche stirbt 1937. Seitdem wird das Landgut von Hans von Ondarza und seiner Frau Joanna verwaltet.

Jeziorki während des Zweiten Weltkriegs
Als 1939 der Krieg ausbricht, wird Hans von Ondarza von den Polen interniert und stirbt. Das Landgut wird von Joanna verwaltet. Joanna war sehr freundlich zur polnischen Bevölkerung und erlaubte trotz des Verbots heimlich Religion zu unterrichten, Messen zu lesen und Theatervorstellungen aufzuführen.
1941 wurde die Erstkommunion von 9 Mädchen in den Räumen des Gutshof gefeiert. Von dem Mut Joannas zeugt auch ein Ereignis von 1943. Junge Hitlersoldaten stürzten die Figur der Jungfrau Maria, die am Eingang zum Landgut stand, in den See um. Joanna, fischte die Figur aus dem See und stellte sie zurück an ihren alten Ort. Sie steht dort noch heute , wie Sie sich selbst überzeugen können, wenn Sie jetzt ein bisschen nach links sehen. Während dem ganzen Krieg sammelten sich die Einwohner von Jeziorki dort zu Maigottesdiensten und im Park wurde der Kreuzweg abgehalten. Während des Krieges wohnt in Jeziorki auch Henning von Ondarza, der 1929 geborene Neffe von Hans. Nach dem Krieg verlässt Joanna Jeziorki und fährt nach Deutschland. Das Zeitalter der Änderungen beginnt erneut...

 

Jeziorki nach dem Zweiten Weltkrieg
Dank der Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen wurde 1945 in Jeziorki die Elektrizität eingeführt und eine Alphaltstraße in der Richtung von Osieczna gebaut.
Angespornt durch den Erfolg bauen die Einwohner von Jeziorki die Volksrepublik Polen weiter. Neue Wohnblöcke schießen wie Pilze aus dem Boden, insgesamt können dort 14 Familien wohnen! Jede Familie bekommt ein kleines Wirtschaftsgebäude zur Verfügung, wo sie Hühner, Kaninchen, sogar Schweine halten können. Jedem Arbeiter steht eine Wirtschaftsfläche von 5 Ar zu. Das volkseigene Gut Jeziorki ist Teil des Wirtschaftsgutes Drzeczkowo, das seinerseits dem volkseigenen Gut in Stary Bojanów untersteht...

Die Geschichte von Jeziorki ist stürmisch. Das Dorf war Zeuge vieler historischer Ereignisse: Aufstand in Großpolen, Geheimunterricht während des Zweiten Weltkriegs, Entwicklung des polnischen Sozialismus und sein Verfall. Als sich das System änderte, vermutete niemand, dass in ein paar Jahren ganz Polen von Jeziorki hören würde. 1992 richteten sich alle Augen nach Jeziorki .

Der Grund war der Besuch von General Henning von Ondarza, Befehlshaber der verbundenen NATO-Streitkräfte in Mitteleuropa. Er war gekommen, das Grab seines Onkels Hans zu besuchen. Die Schlussfolgerungen sind klar: Jeziorki ist seitdem der sicherste Ort in Mitteleuropa, umso mehr, als 1994 Henning von Ondarza zum Verbindungsmann zwischen NATO und dem Ministerium für die Verteidigung Polens ernannt wurde.

 

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Hans Hasche von Ondarza,



* 08.11.1906, + 13.09.1939
Hans Hasche und Alice Nölting haben
Dr. Hans von Ondarza adoptiert.


Dieser ist das 3. Kind von Herbert von Ondarza (24.11.1871-18.06.1971) und
Josepha von Hobe (01.02.1881-16.08.1965).


Dr. Hans von Ondarza, seine Frau Johanna Heising und deren beiden Töchter führen beide Namen - sprich Hasche von Ondarza.

 

   
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Hans Hasche von Ondarza mit Tochter Bärbel  
   
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Heute ist das Gut zu einem Hotel umgebaut worden. Siehe auch http://www.jeziorki.pl/de_dworek.php

Hier heißt es auch:

Unseren Gästen bieten wir Unterkunftsmöglichkeiten in einem restaurierten Gutshof aus dem 19. Jahrhundert an, das in der Architektur Großpolens einzigartig ist. Indem es direkt an den Stil des Tiroler Bauwesens anknüpft, symbolisiert es die Welt der Sorglosigkeit und Landidylle.

Der Gutshof mit Wohndachgeschoss bildet eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Schön neben einem Park gelegen, bietet es stilvoll möblierte Zimmer mit Bad an. Im Erdgeschoss befinden sich die Bar, der Frühstückssaal, der Kaminsaal und das Billardzimmer. Im zweihundert Jahre alten Keller befindet sich die Sauna und der Freizeitraum. Alles steht unseren Gästen zur Verfügung.

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Die Hauptattraktion unseres Guts- und Reiterhof sind die Pferde. Wir garantieren professionellen Reitunterricht, entweder Freizeit- oder Sportreiten, auf einer Reitbahn unter Dach oder auf dem Paddock in einer malerisch gelegenen Umgebung.
Kutschen- oder Leiterwagenfahrten bleiben bestimmt lang in Ihrem Gedächtnis.

Wir bieten auch Plätze im Park an, wo Ball gespielt werden kann, und zwei Tennisspielplätze.
Ein Billardtisch steht ebenfalls unseren Gästen zur Verfügung sowie Dart und Schach; es besteht auch die Möglichkeit, den Minizoo zu besichtigen (Esel, Lamas, Pfauen, Damhirsche und andere)
Ein 5 Hektar großer, dicht bewaldeter Park, in dem 142 Arten an Pflanzen, viele Naturdenkmäler, sowie Kraniche, Reiher, Störche, Adler, Hirsche, Dachse und Otter zu finden sind.
Wir bieten unseren Gästen Erholung in der Sauna an, weil das Wohlbefinden und das Lächeln auf den Gesichtern unserer Gäste für uns am wichtigsten sind.
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Dicht bewaldete Moränehügel sind eine ideale Stelle fürs Radfahren.

In unserem Sonderangebot für Konferenz- oder Schulgruppen haben wir Wasserveranstaltungen in Form einer aktiven Erholung. Wir garantieren die Betreuung unter Aufsicht eines Lebensretters und eine komplette Wasserausrüstung. Boot- und Motorbootfahrten sowie Fahrten mit der sog. Wasserbanane. Ein schöner nahe gelegener See wird Ihnen viel Spaß und Freude bereiten.

Nichts freut uns mehr als die gute Laune und Zufriedenheit unserer Gäste. Nach jedem Tag stillen wir Ihren Appetit mit unserer Spezialität, d.h. der polnischen Küche. Entdecken Sie mit uns die Reize des polnischen Käses, Schinken und Brotes, das in unserem Brotofen gebacken wird.
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